Auf dieser Seite finden Sie die Geschichte der alten und neuen Kirche in Elchesheim-Illingen sowie eine Übersichter der in Elchesheim-Illingen tätigen Geistlichen.
Geschichte der alten Kirchen in Elchesheim-Illingen
Heinz Bischof beschrieb im Heimatbuch aus dem Jahre 1980 die Geschichte der Gotteshäuser in Elchesheim-Illingen wie folgt:
Man muss schon in der Mehrzahl reden, will man auf die Geschichte der Kirchen eingehen. Elchesheim hat bis zum heutigen modernen Sakralbau der Kirche zum "Heiligen Geist" zwei Vorläuferkirchen gekannt, Illingen besaß mindestens drei. Die Zahl lässt sich an den genannten Patrozinien ablesen. Während Elchesheim schon in ziemlich früher Zeit eine Hauptkirche, eine "ecclesia rectoralis" besaß und das Patrozinium bei beiden Dorfkirchen das gleiche geblieben ist (St. Laurentius), hat Illingens Kirchlein mehrere Patrone gekannt: Ägidius, Mathias, Anna und die "alte Dorfkirche" im Ort, die 1834 abgebrochen worden ist sowie die Nachfolgekirche "St. Nepomuk". Elchesheims alte Kirche, die in einer Zeichnung des Baumeisters Krohmer noch als Ansicht erhalten ist, wurde 1781 abgebrochen. Sie war, wie es zu mittelalterlicher Zeit so Gepflogenheit war, eine "Gottesackerkirche" und stand außerhalb des Ortes am Platz des heutigen Friedhofes. Die Beinhäuselkapelle war wohl ursprünglich ein Anbau, bzw. wurde aus Steinen dieser Kirche neu hergerichtet. Dieses Gotteshaus bestand aus einem Westturm von drei Geschossen mit Schlitzfenstern, einem Holzgeschoss und hohem Walmdach, einem Langhaus mit unregelmäßigen Fenstern und einem platt geschlossenen Chor mit drei Strebepfeilern sowie angebauter Sakristei. Diese alte Kirche war von einer unregelmäßig verlaufenden Friedhofsmauer umgeben. Aus einem Schriftwechsel zwischen dem hiesigen Pfarrer und dem Vikariat Bruchsal vom Jahre 1782 geht hervor, dass der Wappenstein, der an der alten Kirche das Chorgewölbe abschloss, im neuen Gotteshaus nicht am gleichen Platze verwendet werden konnte, da dieses nur eine schwache Rohrdecke erhielt; deshalb wurde vorgeschlagen, ihn in der Mitte der vorderen Chormauer hinter dem Hochaltar einzumauern. Wichtig scheint mir noch die protokollarische Aussage des Pfarrers Fr. Xav. Huber, des Schultheißen Mich. Melzer, der vier Gerichtsleute Math. Joram, Jos. Pfaff, Ant. Fettig, Lorenz Schmitt und des (Kirchen-) Pflegers Lorenz Amann vom 15. September 1782, dass der Wappenstein in der im Jahre 1781 abgebrochenen Kirche im Kirchhofe "außer Ort" gestanden hat.
Das Bistum Speyer wurde Anfang des 7. Jahrhunderts gegründet. Erster Bischof war Athanasius (620-650). Aller Besitz des Klosters Weißenburg, das Grundherr links und rechts des mittleren Oberrheins war, wurde dem Territorium des neuen Bistums zugewiesen. Es wurde in 4 Archidiakonate eingeteilt. Elchesheim gehörte dem Landdiakonat Bruchsal an und unterstand dem Archidiakonat des Collegiatstiftes S. Johann und S. Guido. Nach der Reformation erfolgte eine Neugliederung in 12 Landkapitel. Die Pfarrei Elchesheim wurde dem Landkapitel Gernsbach zugeteilt. Für Elchesheim und Steinmauern sowie Bietigheim, die dem Landkapitel Gernsbach angehörten, war anfänglich Rotenfels die "ecclesia matrica", also die sogenannte "Mutterkirche". Von hier aus wurden Filialkirchen abgezweigt. Bietigheims Kirche, schon früher Weißenburger Besitz, reicht in die romanische Zeit zurück. Sie ist dem hl. Kreuz als Patronat zugewiesen und dürfte die "Sammelkirche" der Christen des Sprengels im Westen des Landkapitels Gernsbach gewesen sein.
Später hat sich Elchesheim eine eigene Kirche gebaut, deren Patrozinium das gleiche ist wie das der Mutterkirche Rotenfels: St. Laurentius. Der Pfarrer erhielt eine Sonderstellung. In den Urkunden des Mittelalters wird er "rector ecclesie" genannt. Steinmauern wurde als Filiale dieser Pfarrei zugewiesen, bis dieser Ort auch selbständiger Pfarrort um 1740 wurde.
Erstmals wird 1250 ein Pfarrer von Elchesheim genannt. Es darf angenommen werden, dass um 1200 die Kirche gebaut worden ist. Sie zeigt in vielem Ähnlichkeit mit jener von Bietigheim.
Der Pfarrsatz stand im 15. Jahrhundert bei den Markgrafen von Baden und schien früher dem Stift Weißenburg angehört zu haben. 1422 verlieh Markgraf Bernhard von Baden die Kirche samt dem Kirchensatz dem Sohn des Geheimschreibers sie demselbigen geliehen werden soll, den Johann dazu vorschlagen würde, es wäre denn, dass der Markgraf ihm inzwischen andere Güter "zu einer Nahrung" verleihen würde.
Aus dieser Mitteilung wird erkenntlich, dass der Pfarrsatz, der Anteil am Zehnten, einen Besoldungsteil des markgräflichen Geheimschreibers darstellte.
Als 1453 das Kollegiatstift zu Baden-Baden errichtet wurde, wird Elchesheim samt dem Pfarrsatz erwähnt und von Papst Nikolaus V. dieser Pfarrei incorporiert. Fortan hören wir in den Niederschriften immer wieder die Abgaben an und Hinweise auf das "Stift in Baden".
Eine andere Entwicklung der kirchlichen Verhältnisse nahm Illingen. Wohl gehörte der Ort auch zum fränkischen Ufgau. Er stand aber in Abhängigkeit zum Kloster Weißenburg und kam mit den Gütern, die zum Fronhof in Mothern gehörten, zu dieser linksrheinischen Pfarrei. Die Nennung Ulich im Jahre 960 (am 7. Mai) nennt: in villulis autem, que mominantur Matra et Ulich, ecclesias decimales II hobasque XVI cum mancipiis ad easdem sequentibus . . . Mothern und Illingen werden gemeinsam angeführt. Am Ort stand eine einfache Kapelle. Sie ist im Lauf der Jahrhunderte mehrmals durch die Rheinfluten verwüstet, beschädigt oder gar eingerissen worden. Über genaueres Schicksal wissen wir wenig. 1584 wird gemeldet: die Güter seien in den Rhein gefallen. Nun mit ihren Kirchen oder Kapellen hatten die Illinger im Laufe der Geschichte wenig Glück gehabt. Die erste und älteste Kirche, die bekannt wurde, war dem Heiligen Ägidius geweiht (einer der 14 Nothelfer und Beschützer bei Pestgefahren, Fest am 1.9.). Diese Kirche fiel Anfang des 16. Jahrhunderts einer Hochwasserkatastrophe zum Opfer. Auch die danach errichtete Kapelle zu Ehren des hl. Matthias (in Westdeutschland hochverehrt, sein Grab befindet sich in Trier, Fest am 24. Februar, der sogenannte Wintermatheis) drohte 1584 bereits wieder weggespült zu werden. Von einer Illinger Kirche, die als Schutzpatronin die heilige Mutter Anna hatte, heißt es in den überlieferten Urkunden, dass sie während der Schwedenkriege durch die großen Gewässer in den Rhein gefallen sei. Auf dem Altar stand ein Bild der Mutter Anna mit Maria, das in der Pfarrkirche zu Mothern Aufnahme fand, als Illingen von dort abgetrennt und Elchesheim zugeordnet wurde. Der Elchesheimer Pfarrer Keller meldete am Kirchweihtag im Jahre 1713, der Gottesdienst findet unter freiem Himmel statt, "weullen zu Illingen vorher eine Kirche gewesen, so aber in den Rhein gefallen". Noch beim Anschluss als Filiale an Elchesheim stand das "Kirchhöfle ohne Capell".
Am 12. November 1733 wurde durch ein Dekret des damaligen speyerischen Kardinals und Reichsfürsten Damian Hugo von Schönborn verfügt, dass die Gemeinde Illingen mit der Pfarrkirche Elchesheim sich zu vereinigen habe. Diese Hinwendung der einstmaligen Muttersiedlung Illingen an den Ausbauort Elchesheim aber ging so leicht nicht über die Bühne des dörflichen Gemeindegeschehens. Die Erinnerung, als die Illinger zur linksrheinischen Pfarrkirche Mothern zum Gottesdienst gingen, sie dorthin ihre Kinder zur Taufe trugen, hat das "Illinger Gässle" in der elsässischen Nachbarpfarrei über die Jahrhunderte hinweg erhalten. Da die Seelsorge aber durch die ständig wechselnden Rheinfluten sich immer schwieriger erwies, wurde kraft bischöflicher Gewalt die Umpfarrung Illingens von Mothern nach Elchesheim verfügt und zwar solcher "gestalten, dass die Inwohner zu Illingen den Pfarrgottesdienst zu erwehntem Elchesheim besuchen, die Sacramenta allda begehren und empfangen, den Pfarrer daselbst für ihren Seelsorger erkennen undt also respectieren, die Kirch allda für ihr Christlichen Lehr schicken sollen".
Eine Schwierigkeit allerdings brachte diese Umpfarrung mit sich. Elchesheim gehörte der badischen Herrschaft an und unterstand nur in kirchlichen Angelegenheiten dem Bistum Speyer. Illingen war als einziger Ort in diesem Bereich fürstbischöflicher Besitz seit des Klosters Weißenburg Fronhofzeiten. Da sich aber geistliche und weltliche Herren stets und immer mit peinlicher Gewissenhaftigkeit gegen Kompetenzüberschreitungen der anderen, wenn auch freundschaftlich gesonnenen Seite zur Wehr setzten, so ging es doch so leicht nicht an, dass hier die bischöflichen Untertanen zu Illingen auf weiland markgräflich badischem Grund und Boden, wo die Pfarrkirche Elchesheim stand, zur letzten Ruhe gebettet werden. Deshalb wurde den Illingern gnädigst gestattet, einen eigenen Friedhof anzulegen, damit "wegen der Begräbnuß von der gemeynd zu Elchesheim oder Baadischen Herrschaft gegen sothane Union keine einwendung und Difficultaten gemacht werden könnten . . .". Dieser Gottesacker wurde auf dem Platz der Kirche St. Nepomuk errichtet und 1761 durch den Dekan Lorent aus Rastatt benediziert. In diesem Jahr, so wird in einem weiteren Schreiben berichtet, haben sich die Illinger an den speyrischen Amtmann in Gernsbach gewandt, um einen beabsichtigten Neubau einer Kirche anzumelden. Darin heißt es: "Sie, die Illinger wollen zu Ehren des Heiligen Johannes von Nepomuk das Kirchel erbauen lassen, es werde vielleicht durch dessen Fürbitt die allzugroße Wassergefahr aufhören". Johannes Nepomuk genoss am Oberrhein die Verehrung durch die böhmische Prinzessin und nachmalige badische Markgräfing Augusta Sibylla, die dem Heiligen ihrer Heimat allerorten Satuen an Brücken und Wegen errichten ließ. Nach Überwindung mannigfacher und schwieriger Umstände wurde dieser Kirchenbau genehmigt, der zum Teil dadurch finanziert wurde, dass die Gemeinde eine große Anzahl ihrer besten Eichenstämme aus den Schutz- und Inselwaldungen am Rhein als Schiffsbauholz nach Holland verkaufte. In die Schar der Elchesheimer Pfarrkinder allerdings ließen die Illinger sich so leicht und rasch nicht einreihen. Sie behaupteten immer als vormalige "churpfälzische Untertanen" Recht und Stimme. Deshalb wurde 1793 der ernsthafte, aber misslungene Versuch unternommen, selbständige Pfarrei zu werden. Zur Gegenleistung sollte Illingen an das Pfarramt Elchesheim, von wo ein Kaplan zum Gottesdienst an die Kirche abgeordnet werden musste, jährlich 150 Gulden entrichten. Gleichzeitig wurde die Auflage gemacht, aus eigenen Mitteln Sorge zu tragen, dass ein Pfarrhaus gebaut werde. Wenn man aber mit Aufmerksamkeit die Berichte der Gemeinde aus dieser Zeit gelesen und zwischen den Zeilen die stete Not und beständige Ebbe in der Gemeinds- wie in der Kasse jedes einzelnen Bewohners Illingens erfahren hat, dann wird man verstehen, dass die "churpfälzischen Inwohner" sich zufrieden gaben, wenn auch nicht geduldig sondern stets murrend, als mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 im Zuge der allgemeinen Säkularisation Illingen endgültig an die Herrschaft Baden fiel und die alte, 1733 vollzogene Pfarrgemeinschaft wieder aufgenommen wurde. Das mit dem Kirchenbau vollzogene Unternehmen des Jahres 1761 allerdings war kein langandauerndes. Wenige Jahrzehnte später schon drohte diese aus Riegelwänden erbaute Kirche zu verfallen.
Eine nach Illingen beorderte Kommission stellte 1832 fest, dass das Gotteshaus am Ort reif zum Abbruch und eine, wie vom Gemeinderat vorgeschlagene Reparatur aber zwecklos wäre. So wurde im Jahre 1835 mit einem Kostenaufwand von annähernd 6000 Gulden eine Kirche gebaut, die festere Fundamente und Mauern aus Bruchsteinen erhielt, die heutige, alte Kirche St. Nepomuk (Patrozinium 16. Mai). Dieses schlichte einfache Kirchlein mit seiner anspruchslosen Architektur, erbaut wurde es von einem Iffezheimer Maurermeister, war dann auch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Pfarrkuratie von 1948 bis 1952 und wurde von Pfarrer Jankowski betreut.
1780 schrieb der damalige Pfarrherr Franz Xaver Huber:
"Wie meine Pfarrkirche zu Elchesheim durch die Länge der Zeit in solchen Verfall geraten, dass sie mit ihren sich erweiternden Ritzen an den Seitenmauern und Gewölben und mit vor wenigen Tagen herabgestürzten halben Obermauer des Chors die größte Gefahr drohet . . . Der Antrag auf eine ganz neue Kirche bei gnädigster Landesherrschaft gemacht worden, warum auch dasige Gemeinde schon vor anderthalb Jahren untertänigst supplicieret hat . . . gleichwie nun aber sattbewährt ist, dass Baden-Badensche Untertanen in derlei Fällen nicht so geschwind, wie es zuweilen die höchste Not erfordert, gnädigst gehört werden müssen, weil in hiesiger Pfarrkirche die Gefahr je länger je größer werden muss . . . also habe ich ohne ein wirkliches Unglück abzuwarten Eure Durchlaucht ersuchen wollen, einer hochfürstlichen bischöflichen Speyerischen Gemeinde Illingen gnädigst zu bestellen, dass sie in ihrer hier allernächst angrenzenden Kirch einem hiesigen Kirchspiel Platz gönnen, demnächst dieses nach bischöflicher Gewalt anzuweisen, dort bis nach errichteter neuer Kirch dem Gottesdienst beizuwohnen, mir aber die gnädigste Erlaubnis zu erteilen, das hochwürdigste Gut samt dem Taufbrunnen aus dieser höchstgefährdeten Kirche in jene zu Illingen zu übersetzen und somit sie gänzlich schließen zu dürfen . . . Da nun aber die Kirch in Illingen in etwas zu klein sein dürfte es ohne sonderliche Beschwernis sein kann, dass alle Sonn- und Festtäg alle Erwachsene auf einem zur gleichen Zeit außer Dorf seyen, bitte ich binieren zu dürfen, wie es bisher in Zwängen zu tun erlaubt war . . ."
Soweit im Auszug und Original ein Schreiben des Elchesheimer Pfarrherren Huber. Wir erfahren daraus, dass der Zustand der Kirche St. Laurentius im Kirchhof ein sehr desolater war. Nichts hat sich geändert seit dem Jahr 1689, als im Franzosenbrand Rathaus, Schule, Kirche und viele Häuser zerstört oder beschädigt wurden. Im Visitationsprotokoll vom Jahre 1683 hatte es bereits geheißen: . . . templum totum ruinosum . . . also Kirche total ruinös . . . Aber auch in der Ausstattung war es mit der Kirche nicht wohl bestellt. 1768 schrieb Pfarrer Huber: . . . dass mein Pfarrkirch zu Eligesheim mit Paramenten so schlecht versehen seim dass es in der ärmsten Kirch nicht schlechger sein kann . . . nötig sei ein blaues Messgewand, von welcher Farb nicht mal ein Kelchtuch vorhanden, ein schwarzes, grünes und auch eines für höhere Festtäg und ein Rauchmantel zu kaufen . . . nur eine ganz kleine kupferne Monstranz . . .
So ist man also ernsthaft bemüht, der Pfarrei ein würdigeres Gotteshaus zu erstellen. Gewählt wurde ein Platz inmitten des Ortes. 1781 begann der Neubau, der schon 1783 vollendet war. Die Entwürfe stammten von den markgräflichen Hofbaumeister Franz Ignaz Krohmer. Die Baulasten wurden genau aufgeteilt. Die Landesherrschaft Baden übernahm den Chor und die Sakristei, der Heiligenfond das Langhaus. Die Gemeinde richtete 1780 an den Markgrafen von Baden den Antrag: . . . um den Turm der Kirche bauen zu können, bitten wir, genehmigen zu wollen, dass ein Stück Platz zwischen dem Kirchfeld und denen Wiesen, ungefähr 20 Morgen groß ausstocken zu dürfen und denselben unter die Bürgschaft zu verteilen, das darauf stehende Holz aber zu verkaufen . . . Daraus sehen wir, dass die Gemeinde die Baulast des Turmes übertragen bekam. 1905 wurde das Langhaus der Kirche St. Laurentius um drei Fensterachsen nach Südwesten und einem Chorneubau verlängert. Heute befindet sich in diesem Gotteshaus das Bürgerhaus "Alte Kirche".
Im Kunstdenkmälerband des Landkreises Rastatt (1962, S. 88) wird die 2. Kirche St. Laurentius in Elchesheim wie folgt beschrieben:
"Das Gotteshaus ist ein einfacher Putzbau. Im Nordosten Turm mit Eingangshalle, zwei Stockwerke mit Ecklisenen, achteckige Glockenstube mit Zeltdach und schmiedeeisernem Kreuz. Portal mit Aufsatz, im Keilstein des geraden Sturzes die Jahreszahl 1783. Seitlich vom Turm zwei Treppenanbauten für die Empore. Langhaus heute mit seiben Fensterachsen. Baufuge zwischen der 4. und 5. Achse. Sockel und Hauptgesims durchlaufend. Fenster halbkreisförmig geschlossen. Dreiseitig geschlossener Chor, gleich hohe Sakristei im Südosten, daneben niedriger Kapellenanbau mit geschweiftem Giebel. Im Inneren breite Empore im Nordosten, Chor um zwei Stufen erhöht. Ausstattung Hochaltar, eine bäuerliche Arbeit, Ende 18. Jahrhundert, Pilasterrahmung. Auf Dreiecksgiebel sitzende Figuren, links Hoffnung mit Anker und Kreuz, rechts Gaube mit Kelch, im Giebelfeld Auge Gottes über badischem Wappen, seitlich stehen Holzfiguren: links Petrus, rechts Paulus (die beiden Mitpatrone der Stiftskirche in Baden-Baden). Seitenaltar, Ende des 18. Jahrhunderts, schlicht; am linken Seitenaltar Tabernakeltür mit Relief: Maria und Johannes, Ende 18. Jahrhundert bäuerliche Arbeit aus Holz; hl. Wendelin mit Ochse und Kuhhorn, hl. Sebastian, beide Ende 18. Jahrhundert."
Illingens alte Dorfkirche gehört der politischen Gemeinde. Sie liegt an der südöstlichen Ecke des Ortsteiles und wurde 1835 nach Plänen von August Moosbrugger statt der 1771/72 errichteten Kirche erbaut. 1937 wurde sie ganz erneuert und dabei der Chor verlängert und die Sakristei angebaut. Auf der Eingangsseite sitzt auf dem Dach ein niedriger Turm, im Langhaus sind vier Fensterachsen angebracht. Heute befindet sich in diesem Gotteshaus das Museum "Arbeit am Rhein".
Später hat sich Elchesheim eine eigene Kirche gebaut, deren Patrozinium das gleiche ist wie das der Mutterkirche Rotenfels: St. Laurentius. Der Pfarrer erhielt eine Sonderstellung. In den Urkunden des Mittelalters wird er "rector ecclesie" genannt. Steinmauern wurde als Filiale dieser Pfarrei zugewiesen, bis dieser Ort auch selbständiger Pfarrort um 1740 wurde.
Erstmals wird 1250 ein Pfarrer von Elchesheim genannt. Es darf angenommen werden, dass um 1200 die Kirche gebaut worden ist. Sie zeigt in vielem Ähnlichkeit mit jener von Bietigheim.
Der Pfarrsatz stand im 15. Jahrhundert bei den Markgrafen von Baden und schien früher dem Stift Weißenburg angehört zu haben. 1422 verlieh Markgraf Bernhard von Baden die Kirche samt dem Kirchensatz dem Sohn des Geheimschreibers sie demselbigen geliehen werden soll, den Johann dazu vorschlagen würde, es wäre denn, dass der Markgraf ihm inzwischen andere Güter "zu einer Nahrung" verleihen würde.
Aus dieser Mitteilung wird erkenntlich, dass der Pfarrsatz, der Anteil am Zehnten, einen Besoldungsteil des markgräflichen Geheimschreibers darstellte.
Als 1453 das Kollegiatstift zu Baden-Baden errichtet wurde, wird Elchesheim samt dem Pfarrsatz erwähnt und von Papst Nikolaus V. dieser Pfarrei incorporiert. Fortan hören wir in den Niederschriften immer wieder die Abgaben an und Hinweise auf das "Stift in Baden".
Eine andere Entwicklung der kirchlichen Verhältnisse nahm Illingen. Wohl gehörte der Ort auch zum fränkischen Ufgau. Er stand aber in Abhängigkeit zum Kloster Weißenburg und kam mit den Gütern, die zum Fronhof in Mothern gehörten, zu dieser linksrheinischen Pfarrei. Die Nennung Ulich im Jahre 960 (am 7. Mai) nennt: in villulis autem, que mominantur Matra et Ulich, ecclesias decimales II hobasque XVI cum mancipiis ad easdem sequentibus . . . Mothern und Illingen werden gemeinsam angeführt. Am Ort stand eine einfache Kapelle. Sie ist im Lauf der Jahrhunderte mehrmals durch die Rheinfluten verwüstet, beschädigt oder gar eingerissen worden. Über genaueres Schicksal wissen wir wenig. 1584 wird gemeldet: die Güter seien in den Rhein gefallen. Nun mit ihren Kirchen oder Kapellen hatten die Illinger im Laufe der Geschichte wenig Glück gehabt. Die erste und älteste Kirche, die bekannt wurde, war dem Heiligen Ägidius geweiht (einer der 14 Nothelfer und Beschützer bei Pestgefahren, Fest am 1.9.). Diese Kirche fiel Anfang des 16. Jahrhunderts einer Hochwasserkatastrophe zum Opfer. Auch die danach errichtete Kapelle zu Ehren des hl. Matthias (in Westdeutschland hochverehrt, sein Grab befindet sich in Trier, Fest am 24. Februar, der sogenannte Wintermatheis) drohte 1584 bereits wieder weggespült zu werden. Von einer Illinger Kirche, die als Schutzpatronin die heilige Mutter Anna hatte, heißt es in den überlieferten Urkunden, dass sie während der Schwedenkriege durch die großen Gewässer in den Rhein gefallen sei. Auf dem Altar stand ein Bild der Mutter Anna mit Maria, das in der Pfarrkirche zu Mothern Aufnahme fand, als Illingen von dort abgetrennt und Elchesheim zugeordnet wurde. Der Elchesheimer Pfarrer Keller meldete am Kirchweihtag im Jahre 1713, der Gottesdienst findet unter freiem Himmel statt, "weullen zu Illingen vorher eine Kirche gewesen, so aber in den Rhein gefallen". Noch beim Anschluss als Filiale an Elchesheim stand das "Kirchhöfle ohne Capell".
Am 12. November 1733 wurde durch ein Dekret des damaligen speyerischen Kardinals und Reichsfürsten Damian Hugo von Schönborn verfügt, dass die Gemeinde Illingen mit der Pfarrkirche Elchesheim sich zu vereinigen habe. Diese Hinwendung der einstmaligen Muttersiedlung Illingen an den Ausbauort Elchesheim aber ging so leicht nicht über die Bühne des dörflichen Gemeindegeschehens. Die Erinnerung, als die Illinger zur linksrheinischen Pfarrkirche Mothern zum Gottesdienst gingen, sie dorthin ihre Kinder zur Taufe trugen, hat das "Illinger Gässle" in der elsässischen Nachbarpfarrei über die Jahrhunderte hinweg erhalten. Da die Seelsorge aber durch die ständig wechselnden Rheinfluten sich immer schwieriger erwies, wurde kraft bischöflicher Gewalt die Umpfarrung Illingens von Mothern nach Elchesheim verfügt und zwar solcher "gestalten, dass die Inwohner zu Illingen den Pfarrgottesdienst zu erwehntem Elchesheim besuchen, die Sacramenta allda begehren und empfangen, den Pfarrer daselbst für ihren Seelsorger erkennen undt also respectieren, die Kirch allda für ihr Christlichen Lehr schicken sollen".
Eine Schwierigkeit allerdings brachte diese Umpfarrung mit sich. Elchesheim gehörte der badischen Herrschaft an und unterstand nur in kirchlichen Angelegenheiten dem Bistum Speyer. Illingen war als einziger Ort in diesem Bereich fürstbischöflicher Besitz seit des Klosters Weißenburg Fronhofzeiten. Da sich aber geistliche und weltliche Herren stets und immer mit peinlicher Gewissenhaftigkeit gegen Kompetenzüberschreitungen der anderen, wenn auch freundschaftlich gesonnenen Seite zur Wehr setzten, so ging es doch so leicht nicht an, dass hier die bischöflichen Untertanen zu Illingen auf weiland markgräflich badischem Grund und Boden, wo die Pfarrkirche Elchesheim stand, zur letzten Ruhe gebettet werden. Deshalb wurde den Illingern gnädigst gestattet, einen eigenen Friedhof anzulegen, damit "wegen der Begräbnuß von der gemeynd zu Elchesheim oder Baadischen Herrschaft gegen sothane Union keine einwendung und Difficultaten gemacht werden könnten . . .". Dieser Gottesacker wurde auf dem Platz der Kirche St. Nepomuk errichtet und 1761 durch den Dekan Lorent aus Rastatt benediziert. In diesem Jahr, so wird in einem weiteren Schreiben berichtet, haben sich die Illinger an den speyrischen Amtmann in Gernsbach gewandt, um einen beabsichtigten Neubau einer Kirche anzumelden. Darin heißt es: "Sie, die Illinger wollen zu Ehren des Heiligen Johannes von Nepomuk das Kirchel erbauen lassen, es werde vielleicht durch dessen Fürbitt die allzugroße Wassergefahr aufhören". Johannes Nepomuk genoss am Oberrhein die Verehrung durch die böhmische Prinzessin und nachmalige badische Markgräfing Augusta Sibylla, die dem Heiligen ihrer Heimat allerorten Satuen an Brücken und Wegen errichten ließ. Nach Überwindung mannigfacher und schwieriger Umstände wurde dieser Kirchenbau genehmigt, der zum Teil dadurch finanziert wurde, dass die Gemeinde eine große Anzahl ihrer besten Eichenstämme aus den Schutz- und Inselwaldungen am Rhein als Schiffsbauholz nach Holland verkaufte. In die Schar der Elchesheimer Pfarrkinder allerdings ließen die Illinger sich so leicht und rasch nicht einreihen. Sie behaupteten immer als vormalige "churpfälzische Untertanen" Recht und Stimme. Deshalb wurde 1793 der ernsthafte, aber misslungene Versuch unternommen, selbständige Pfarrei zu werden. Zur Gegenleistung sollte Illingen an das Pfarramt Elchesheim, von wo ein Kaplan zum Gottesdienst an die Kirche abgeordnet werden musste, jährlich 150 Gulden entrichten. Gleichzeitig wurde die Auflage gemacht, aus eigenen Mitteln Sorge zu tragen, dass ein Pfarrhaus gebaut werde. Wenn man aber mit Aufmerksamkeit die Berichte der Gemeinde aus dieser Zeit gelesen und zwischen den Zeilen die stete Not und beständige Ebbe in der Gemeinds- wie in der Kasse jedes einzelnen Bewohners Illingens erfahren hat, dann wird man verstehen, dass die "churpfälzischen Inwohner" sich zufrieden gaben, wenn auch nicht geduldig sondern stets murrend, als mit dem Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 im Zuge der allgemeinen Säkularisation Illingen endgültig an die Herrschaft Baden fiel und die alte, 1733 vollzogene Pfarrgemeinschaft wieder aufgenommen wurde. Das mit dem Kirchenbau vollzogene Unternehmen des Jahres 1761 allerdings war kein langandauerndes. Wenige Jahrzehnte später schon drohte diese aus Riegelwänden erbaute Kirche zu verfallen.
Eine nach Illingen beorderte Kommission stellte 1832 fest, dass das Gotteshaus am Ort reif zum Abbruch und eine, wie vom Gemeinderat vorgeschlagene Reparatur aber zwecklos wäre. So wurde im Jahre 1835 mit einem Kostenaufwand von annähernd 6000 Gulden eine Kirche gebaut, die festere Fundamente und Mauern aus Bruchsteinen erhielt, die heutige, alte Kirche St. Nepomuk (Patrozinium 16. Mai). Dieses schlichte einfache Kirchlein mit seiner anspruchslosen Architektur, erbaut wurde es von einem Iffezheimer Maurermeister, war dann auch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Pfarrkuratie von 1948 bis 1952 und wurde von Pfarrer Jankowski betreut.
1780 schrieb der damalige Pfarrherr Franz Xaver Huber:
"Wie meine Pfarrkirche zu Elchesheim durch die Länge der Zeit in solchen Verfall geraten, dass sie mit ihren sich erweiternden Ritzen an den Seitenmauern und Gewölben und mit vor wenigen Tagen herabgestürzten halben Obermauer des Chors die größte Gefahr drohet . . . Der Antrag auf eine ganz neue Kirche bei gnädigster Landesherrschaft gemacht worden, warum auch dasige Gemeinde schon vor anderthalb Jahren untertänigst supplicieret hat . . . gleichwie nun aber sattbewährt ist, dass Baden-Badensche Untertanen in derlei Fällen nicht so geschwind, wie es zuweilen die höchste Not erfordert, gnädigst gehört werden müssen, weil in hiesiger Pfarrkirche die Gefahr je länger je größer werden muss . . . also habe ich ohne ein wirkliches Unglück abzuwarten Eure Durchlaucht ersuchen wollen, einer hochfürstlichen bischöflichen Speyerischen Gemeinde Illingen gnädigst zu bestellen, dass sie in ihrer hier allernächst angrenzenden Kirch einem hiesigen Kirchspiel Platz gönnen, demnächst dieses nach bischöflicher Gewalt anzuweisen, dort bis nach errichteter neuer Kirch dem Gottesdienst beizuwohnen, mir aber die gnädigste Erlaubnis zu erteilen, das hochwürdigste Gut samt dem Taufbrunnen aus dieser höchstgefährdeten Kirche in jene zu Illingen zu übersetzen und somit sie gänzlich schließen zu dürfen . . . Da nun aber die Kirch in Illingen in etwas zu klein sein dürfte es ohne sonderliche Beschwernis sein kann, dass alle Sonn- und Festtäg alle Erwachsene auf einem zur gleichen Zeit außer Dorf seyen, bitte ich binieren zu dürfen, wie es bisher in Zwängen zu tun erlaubt war . . ."
Soweit im Auszug und Original ein Schreiben des Elchesheimer Pfarrherren Huber. Wir erfahren daraus, dass der Zustand der Kirche St. Laurentius im Kirchhof ein sehr desolater war. Nichts hat sich geändert seit dem Jahr 1689, als im Franzosenbrand Rathaus, Schule, Kirche und viele Häuser zerstört oder beschädigt wurden. Im Visitationsprotokoll vom Jahre 1683 hatte es bereits geheißen: . . . templum totum ruinosum . . . also Kirche total ruinös . . . Aber auch in der Ausstattung war es mit der Kirche nicht wohl bestellt. 1768 schrieb Pfarrer Huber: . . . dass mein Pfarrkirch zu Eligesheim mit Paramenten so schlecht versehen seim dass es in der ärmsten Kirch nicht schlechger sein kann . . . nötig sei ein blaues Messgewand, von welcher Farb nicht mal ein Kelchtuch vorhanden, ein schwarzes, grünes und auch eines für höhere Festtäg und ein Rauchmantel zu kaufen . . . nur eine ganz kleine kupferne Monstranz . . .
So ist man also ernsthaft bemüht, der Pfarrei ein würdigeres Gotteshaus zu erstellen. Gewählt wurde ein Platz inmitten des Ortes. 1781 begann der Neubau, der schon 1783 vollendet war. Die Entwürfe stammten von den markgräflichen Hofbaumeister Franz Ignaz Krohmer. Die Baulasten wurden genau aufgeteilt. Die Landesherrschaft Baden übernahm den Chor und die Sakristei, der Heiligenfond das Langhaus. Die Gemeinde richtete 1780 an den Markgrafen von Baden den Antrag: . . . um den Turm der Kirche bauen zu können, bitten wir, genehmigen zu wollen, dass ein Stück Platz zwischen dem Kirchfeld und denen Wiesen, ungefähr 20 Morgen groß ausstocken zu dürfen und denselben unter die Bürgschaft zu verteilen, das darauf stehende Holz aber zu verkaufen . . . Daraus sehen wir, dass die Gemeinde die Baulast des Turmes übertragen bekam. 1905 wurde das Langhaus der Kirche St. Laurentius um drei Fensterachsen nach Südwesten und einem Chorneubau verlängert. Heute befindet sich in diesem Gotteshaus das Bürgerhaus "Alte Kirche".
Im Kunstdenkmälerband des Landkreises Rastatt (1962, S. 88) wird die 2. Kirche St. Laurentius in Elchesheim wie folgt beschrieben:
"Das Gotteshaus ist ein einfacher Putzbau. Im Nordosten Turm mit Eingangshalle, zwei Stockwerke mit Ecklisenen, achteckige Glockenstube mit Zeltdach und schmiedeeisernem Kreuz. Portal mit Aufsatz, im Keilstein des geraden Sturzes die Jahreszahl 1783. Seitlich vom Turm zwei Treppenanbauten für die Empore. Langhaus heute mit seiben Fensterachsen. Baufuge zwischen der 4. und 5. Achse. Sockel und Hauptgesims durchlaufend. Fenster halbkreisförmig geschlossen. Dreiseitig geschlossener Chor, gleich hohe Sakristei im Südosten, daneben niedriger Kapellenanbau mit geschweiftem Giebel. Im Inneren breite Empore im Nordosten, Chor um zwei Stufen erhöht. Ausstattung Hochaltar, eine bäuerliche Arbeit, Ende 18. Jahrhundert, Pilasterrahmung. Auf Dreiecksgiebel sitzende Figuren, links Hoffnung mit Anker und Kreuz, rechts Gaube mit Kelch, im Giebelfeld Auge Gottes über badischem Wappen, seitlich stehen Holzfiguren: links Petrus, rechts Paulus (die beiden Mitpatrone der Stiftskirche in Baden-Baden). Seitenaltar, Ende des 18. Jahrhunderts, schlicht; am linken Seitenaltar Tabernakeltür mit Relief: Maria und Johannes, Ende 18. Jahrhundert bäuerliche Arbeit aus Holz; hl. Wendelin mit Ochse und Kuhhorn, hl. Sebastian, beide Ende 18. Jahrhundert."
Illingens alte Dorfkirche gehört der politischen Gemeinde. Sie liegt an der südöstlichen Ecke des Ortsteiles und wurde 1835 nach Plänen von August Moosbrugger statt der 1771/72 errichteten Kirche erbaut. 1937 wurde sie ganz erneuert und dabei der Chor verlängert und die Sakristei angebaut. Auf der Eingangsseite sitzt auf dem Dach ein niedriger Turm, im Langhaus sind vier Fensterachsen angebracht. Heute befindet sich in diesem Gotteshaus das Museum "Arbeit am Rhein".
Geschichte der neuen Kirche in Elchesheim-Illingen
Heinz Bischof beschrieb im Heimatbuch aus dem Jahre 1980 die Geschichte der neuen Kirche "Zum Heiligen Geist" wie folgt:
"Im Jahre 1969, am Tag des Herrn, dem 13. Juli, haben wir den Grundstein dieser dem hl. Geist geweihten Kirche Elchesheim-Illingen gelegt..."
So beginnt die Urkunde, die dem neuen Gotteshaus in den Grundstein gelegt wurde. Sie schließt:
"Möge der Heilige Geist in dieser Kirchengemeinde Elchesheim-Illingen reiche Frucht für das Reich Gottes schenken..."
Die Pläne dieses modernen Kirchenzweckbaues, der sich zu einer Gruppe in der Form eines großzügig gestalteten Pfarrzentrums ein- und unterordnet, stammen von dem Karlsruher Architekten Werner Groh. Mit Pfarrhaus, Schwesternhaus und Kindergarten stellt die Kirche den Koordinationspunkt zu den anderen Zentren einer dörflichen Gemeinschaft dar, der Schule und dem Rathaus.
In der Kirche können 750 Gläubige Platz finden. 40 Plätze sind für die Sänger und Schola vorgesehen. Außerdem sind 350 Stehplätze vorhanden. Die Konsekration fand am 20. Mai 1973 durch Weihbischof Karl Gnädinger, Freiburg, statt.
Der Gottesdienstraum ist stützenlos mit einer sichtbaren waagerecht verlaufenden Stahlkonstruktion überspannt. Die Unterdecke aus Holz springt an den Achteckseiten um 4 Meter zu den Außenwänden der Rechteckräume. Über der Altarinsel erhebt sich eine Achteckkuppel, deren schräge Seiten zum Teil verglast sind. Dadurch fällt viel Licht auf den Altarbereich und in den Gemeinderaum.
Das Vortragskreuz mit zwei Leuchtern ist der Schmuck dieser einfachen zentralen, dem Gebet der Eucharistiefeier vorbehaltenen Andachtsstätte. Das Standkreuz aus versilberten Kupferhohlprofilen mit eingelegten Bergkristallen in Ajourfassung trägt Emailmalereien des einheimischen Künstlers Herbert Krämper.
Altar, Ambo und sonstige Geräte sind nach den Entwürfen des Architekten Groh angefertigt.Am 25. Juni 1971 hat die Pfarrkirche "Zum hl. Geist" das neue Geläut erhalten:
Es sind insgesamt 5 Glocken.
So beginnt die Urkunde, die dem neuen Gotteshaus in den Grundstein gelegt wurde. Sie schließt:
"Möge der Heilige Geist in dieser Kirchengemeinde Elchesheim-Illingen reiche Frucht für das Reich Gottes schenken..."
Die Pläne dieses modernen Kirchenzweckbaues, der sich zu einer Gruppe in der Form eines großzügig gestalteten Pfarrzentrums ein- und unterordnet, stammen von dem Karlsruher Architekten Werner Groh. Mit Pfarrhaus, Schwesternhaus und Kindergarten stellt die Kirche den Koordinationspunkt zu den anderen Zentren einer dörflichen Gemeinschaft dar, der Schule und dem Rathaus.
In der Kirche können 750 Gläubige Platz finden. 40 Plätze sind für die Sänger und Schola vorgesehen. Außerdem sind 350 Stehplätze vorhanden. Die Konsekration fand am 20. Mai 1973 durch Weihbischof Karl Gnädinger, Freiburg, statt.
Der Gottesdienstraum ist stützenlos mit einer sichtbaren waagerecht verlaufenden Stahlkonstruktion überspannt. Die Unterdecke aus Holz springt an den Achteckseiten um 4 Meter zu den Außenwänden der Rechteckräume. Über der Altarinsel erhebt sich eine Achteckkuppel, deren schräge Seiten zum Teil verglast sind. Dadurch fällt viel Licht auf den Altarbereich und in den Gemeinderaum.
Das Vortragskreuz mit zwei Leuchtern ist der Schmuck dieser einfachen zentralen, dem Gebet der Eucharistiefeier vorbehaltenen Andachtsstätte. Das Standkreuz aus versilberten Kupferhohlprofilen mit eingelegten Bergkristallen in Ajourfassung trägt Emailmalereien des einheimischen Künstlers Herbert Krämper.
Altar, Ambo und sonstige Geräte sind nach den Entwürfen des Architekten Groh angefertigt.Am 25. Juni 1971 hat die Pfarrkirche "Zum hl. Geist" das neue Geläut erhalten:
Es sind insgesamt 5 Glocken.
- die Hl. Geist Glocke, die größte mit einem Durchmesser von 131 cm und einem Gewicht von 1600 kg; ihr Ton ist abgestimmt auf "es" und bildet den Grundton des neuen Kirchengeläutes; Inschrift: Der Geist des Herrn erfüllt den Erdenkreis, Weish. 1,7.
- die Heiligen Glocke, Durchmesser 116 cm, Gewicht 1005 kg, Ton "f" trägt die Inschrift: Selig, die lauteren Herzens sind, sie werden Gott schauen, Math. 5,8.
- die Sakramentsglocke, Durchmesser 103 cm, 710 kg, bildet mit dem Ton "g" die Terz zum Grundton, Inschrift: Friede den Fernen und Friede den Nahen, Eph. 2,17.
- die Marienglocke, Durchmesser 91 cm, Gewicht 500 kg, Ton "b", Inschrift: Seine Barmherzigkeit währet von Geschlecht zu Geschlecht denen, die ihn fürchten, Luk. 1,50.
- die Totenglocke, Durchmesser 81 cm, Gewicht 370 kg, Ton "c", Inschrift: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, Joh. 11,25.
Tonaufnahmen der Glocken:
Gesamtgeläut
- Tondatei 2: Heilig-Geist Glocke – Größte Glocke und Grundton des Geläuts
Hl. Geist Glocke
- Tondatei 3: Heiligen Glocke
Heiligen Glocke
- Tondatei 4: Sakramentsglocke – Mit ihrem Schlagton „g“ bildet sie die Terz zum Grundton des Geläuts.
Sakramentsglocke
- Tondatei 5: Marienglocke
Marienglocke
- Tondatei 6: Totenglocke – Die kleinste der fünf Glocken
Totenglocke
- Weitere Tonaufnahmen finden Sie hier.
Übersicht der Geistlichen in Elchesheim-Illingen
Vorläufige Aufzeichnung entsprechend der Elchesheimer und Illinger Pfarrbücher
| Jahr | Pfarrer, Pfarrverweser | | Jahr | Vikare (Kapläne), Pater | ||
| 1702 | Johann Joseph Merzweyler | 1757 | Pater Procopius, Franziskaner | |||
| 1707 | Johann Adam Krein | Johannes Faschon | ||||
| 1709 | Franz Michael Keller | Jakob Mohr | ||||
| 1716 | Johannes Stephan Friekmann | Joh. Nepomuk Michael Schindler | ||||
| 1724 | Johannes Flock | 1767 | Adrian Le Febre | |||
| 1731 | Franz Joseph Forma | 1782 | Pater Kilianus, Kapuziner | |||
| 1765 | Franz Ignaz Bach | 1783 | Pater Kasimir, Franziskaner | |||
| 1768 | Franz Xaver Huber | Balbiano | ||||
| 1786 | Joseph Konrad Kappler | 1825 | Franz Anton Merk | |||
| 1787 | Konrad Kraft | Prof. Krug | ||||
| 1799 | Joseph Hürst | ?, Kraft | ||||
| 1815 | Christoph Krug | 1838 | Donat Seger | |||
| 1821 | ?, Bayer | 1881 | Adam Jost | |||
| 1824 | Andreas Kieser | |||||
| 1825 | Lorenz Gut | |||||
| 1832 | Nikolaus Jäger | |||||
| 1840 | Johann Nepomuk Gräßer | |||||
| 1849 | Leopold Fischer | |||||
| 1850 | ?, Frank | |||||
| 1863 | ?, Metz | |||||
| 1863 | Alex Bauer | |||||
| 1882 | Benedikt Riesterer | |||||
| 1898 | ?, Hasenfuß | |||||
| 1911- 1953 | Bernhard Hoffmann | |||||
| Theodor Koch | ||||||
| 1963 | Edgar Wörner | |||||
| Pater Juro | ||||||
| Karl Sum | Wolfram Klauser | |||||
| Klaus Dörner |






