Pastoralkonzeption
Licht empfangen. Licht sein. Licht weitergeben.
Zukunft muss gestaltet werden. Ganz besonders gilt dies, wenn tiefgreifende Veränderungen zu einer neuen Situation vor Ort führen. Unsere Kirchengemeinde befindet sich mitten in diesem Prozess. Durch den Zusammenschluss der beiden ehemaligen Seelsorgeeinheiten Bietigheim/Elchesheim-Illingen sowie Ötigheim/Steinmauern zur Kirchengemeinde Südhardt-Rhein hat sich die Lage grundlegend verändert. Statt eines Nebeneinanders ist es jetzt wichtig, miteinander zu arbeiten, damit man für kommende Aufgaben gewappnet ist. Um diesem Miteinander eine Richtung zu geben, haben wir uns im Jahr 2015 aufgemacht, diese Pastoralkonzeption zu erstellen.
Die Kirchengemeinde Südhardt-Rhein besteht aus vier früher unabhängigen Pfarreien – „Heilig Kreuz“ Bietigheim, „St. Michael“ Ötigheim, „Heilig Geist“ Elchesheim-Illingen und „Kreuz-erhöhung“ Steinmauern – die nicht nur, wie z. B. in Städten, durch Pfarreigrenzen getrennt sind, sondern jeweils eigenständigen Kommunen angehören. Dies hat einerseits Vorteile, so haben sich in jeder der Pfarreien eigene Traditionen und Bräuche entwickelt, andererseits ergeben sich dadurch auch stark unterschiedliche Strukturen vor Ort sowie weite Wege, welche die Zusammenarbeit erschweren.
Der derzeitige Sitz der Kirchengemeinde ist Bietigheim, ein Ort mit ca. 6.000 Einwohnern, davon 3.425 Katholiken. Bietigheim ist damit die größte Pfarrei der Kirchengemeinde. Die Kirche ist im Gemeindeleben präsent, auch weil sich die zwei Kindergärten im Ort (St. Michael und St. Gabriel) in katholischer Trägerschaft befinden. Die Kinder- und Jugendarbeit findet jedoch nicht nur in den Kindergärten statt, sondern nimmt insgesamt einen wichtigen Stellenwert in der Gemeinde ein. So organisieren beispielsweise die KjG und die Ministranten regelmäßige Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche.
Die heutige Kirche wurde von 1861 bis 1863 gebaut und ersetzte die alte Pfarrkirche. Im Jahr 2013 konnte aber nicht nur das 150-jährige Bestehen des Gotteshauses gefeiert werden, sondern auch die Weihe einer neuen Orgel. Die alte Kirche, auch „Kapelle“ genannt, wird heute noch vor allem für Trauerfeiern, Bestattungen und Hochzeiten genutzt. Im Übrigen ist ihr Turm aus dem 12. Jahrhundert das älteste Bauwerk der Hardt, der Landschaft zwischen Rastatt und Schwetzingen. Rege genutzt wird auch das katholische Gemeindehaus, ob von der Kirchengemeinde selbst (für Proben der beiden Kirchenchöre, Treffen der KjG, der Frauengemeinschaft, des Altenwerkes und der Kolpingfamilie sowie für die Sitzungen der kirchlichen Gremien) oder auch für Konzerte und andere Veranstaltungen (wie die jährliche Schulentlassfeier und Vereinsfeiern). Erwähnenswert erscheint im Zusammenhang mit dem Gemeindehaus auch die jährlich an zwei Abenden stattfindende Frauenfastnacht, bei der inzwischen aber auch Männer willkommen sind.
Das zweite Glied in der neuen Kirchengemeinde ist Elchesheim-Illingen. Von den über 3.000 Einwohnern gehören 2.044 der katholischen Konfession an. Elchesheim-Illingen besteht aus den beiden Ortsteilen Elchesheim und Illingen, welche bis zum Jahre 1971 eigenständige Orte waren. Im Zuge des Zusammenschlusses wurde von 1969 bis 1971 die heutige Pfarrkirche "Heilig-Geist" gebaut. Die Pfarrgemeinde ist geprägt durch zahlreiche kirchliche Aktivitäten und das ehrenamtliche Engagement vieler Gemeindemitglieder (z. B. bei Arbeitseinsätzen, in der Leitung von Wortgottesdiensten, als Lektoren und Kommunionhelfer oder im Rahmen des Alten- und Krankenbesuchsdienstes). Angebote liturgischer und meditativer Art sowie die verschiedenen kirchlichen Gruppierungen, wie die Frauengemeinschaft, die Ministranten und das Gemeindeteam, bereichern das kirchliche Leben im Ort. Traditionell sind u. a. das jährlich stattfindende Pfarrfest und das Johannisfeuer. Die Pfarrei ist außerdem Trägerin der Bücherei und des Kindergartens, der durch die Vermittlung christlicher Inhalte und Werte eine wichtige Stellung in der Kommune einnimmt.
Ötigheim als drittes Glied der Kette ist einer der ältesten Orte in Mittelbaden. Von den 4.400 Einwohnern sind 2.800 Katholiken. Damit ist die Pfarrei Ötigheim die zweitgrößte Pfarrei der Seelsorgeeinheit. Ein lebendiges Gemeindeleben zeichnet auch diese Pfarrei aus. Angefangen von der engagierten Jugendarbeit der KjG (die Ötigheimer KjG ist die größte KjG-Gruppe im Erzbistum Freiburg) bis hin zu einem attraktiven Betreuungsangebot für die Senioren ist ein vielfältiges Angebot gegeben. Das Geschwister-Scholl-Haus (Gemeindezentrum) ist der Mittelpunkt des Gemeindelebens. Es wird nicht nur von den Gruppierungen der Pfarrei genutzt, sondern auch vielfältig von den örtlichen Vereinen. Außerdem wird es an Ötigheimer Bewohner zur Feier von Geburtstagen, Hochzeiten oder für diverse Veranstaltungen vermietet.
Seit nunmehr über 100 Jahren pilgern Tausende Menschen ins "Theaterdorf Ötigheim", um sich im Zeitraum von Juni bis August von den imposanten Aufführungen der Volksschauspiele e. V., der größten deutschen Freilichtbühne mit 4.000 überdachten Sitzplätzen und über 600 Mitwirkenden, bezaubern zu lassen. Gegründet wurden die Volksschauspiele im Jahre 1906 von Prälat Joseph Saier und bis heute ist der jeweilige Ortspfarrer der 1. Vorsitzende der Volksschauspiele e. V.
Seit nunmehr über 100 Jahren pilgern Tausende Menschen ins "Theaterdorf Ötigheim", um sich im Zeitraum von Juni bis August von den imposanten Aufführungen der Volksschauspiele e. V., der größten deutschen Freilichtbühne mit 4.000 überdachten Sitzplätzen und über 600 Mitwirkenden, bezaubern zu lassen. Gegründet wurden die Volksschauspiele im Jahre 1906 von Prälat Joseph Saier und bis heute ist der jeweilige Ortspfarrer der 1. Vorsitzende der Volksschauspiele e. V.
Das vierte Glied in der neuen Kirchengemeinde ist Steinmauern mit ca. 3.300 Einwohnern, davon 1.750 Katholiken. Die Pfarrkirche „Kreuzerhöhung“ wurde in den Jahren 1837/38 erbaut. 1991 wurde die neue Orgel eingeweiht. 1982 erfolgte die Grundsteinlegung für das Pfarrgemeindehaus, das gegenüber der Kirche an der Hauptstraße liegt. Seither nutzen die Katholische Frauengemeinschaft, die Katholische Junge Gemeinde, die Ministranten, die Ökumenische Frauenrunde, s´Chörle, der Kinderliturgiekreis, das Gemeindeteam sowie die Krabbelgruppe dieses Gebäude für ihre Zusammenkünfte, Veranstaltungen und Aktivitäten. Außerdem wird hier das jährliche Pfarrfest gefeiert. Seit einigen Jahren gibt es zudem die Möglichkeit, das Pfarrgemeindehaus für Veranstaltungen zu mieten. Eine Besonderheit der Pfarrgemeinde ist die jährliche Maiandacht am Höllenkreuzbrunnen im Gebiet zwischen den Kommunen Steinmauern und Elchesheim-Illingen. Besondere Traditionen, welche seit vielen Jahren in der Pfarrgemeinde gepflegt werden, sind die Sternsingeraktion (50 Jahre) und das Raffeln an Ostern durch die Ministranten.
Jede der Pfarreien hat also ihre Eigen- und Besonderheiten. Es ist einerseits wichtig, das zu bewahren, was eine Pfarrei besonders ausmacht, andererseits muss die Kirchengemeinde als Einheit eine gemeinsame Richtung haben. Dazu haben wir uns bei Treffen in einer Steuerungsgruppe sowie bei Klausurtagungen mit dem gesamten Pfarrgemeinderat zuerst ein Leitbild erarbeitet und in zahlreichen Diskussionen zugleich versucht, Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit auszuarbeiten. Festgemacht haben wir diese an den einzelnen Phasen, die ein Mensch in seinem Leben durchläuft. So haben wir für jede der uns relevant erscheinenden Lebensphasen ein Ziel definiert und Maßnahmen entwickelt, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Diese Ziele sollen während der aktuellen Legislaturperiode des Pfarrgemeinderates umgesetzt werden.
Bei der Auswahl der Bereiche mussten wir andere, uns sehr wichtige Themen wie Kindergarten- und Taufpastoral außer Acht lassen, weil wir sie wegen mangelnder personeller Ressourcen im Augenblick nicht auch noch angehen können.
Im folgenden sind die Ergebnisse unserer Arbeit festgehalten.
Leitbild: Licht empfangen. Licht sein. Licht weitergeben
Bei der Klausurtagung am 15./16.04.2016 auf dem Ottilienberg bei Eppingen machten sich die Pfarrgemeinderäte auf die Suche nach einem Leitbild für die neue Kirchengemeinde Südhardt-Rhein. Bei der Einstimmung am Freitagabend wurde über den eigenen Lebensweg meditiert und darüber, welches Sakrament dabei besondere Bedeutung hat. Die brennende Osterkerze stand in der Mitte. Von ihr aus ging ein sichtbar ausgelegter Lebensweg, auf dem die sieben Sakramente mit Symbolen dargestellt waren. Jeder Teilnehmer entzündete nun eine Kerze an der Osterkerze und stellte sie zu dem Sakrament, welches ihm im Laufe seines Lebens besonders wichtig geworden ist. Dazu gab er erklärende Worte ab.
So kristallisierte sich am nächsten Tag die Vorstellung heraus, dass das Motiv „Licht“ im Leitbild vorkommen sollte, denn alle Grunddienste des Gemeindelebens haben mit Licht zu tun. Besonders deutlich wird dies bei der Feier der Sakramente und bei allen Gottesdiensten (Liturgia). Bei jeder gottesdienstlichen Feier brennen Kerzen; die Taufkerze, die Kommunionkerze und die Hochzeitskerze machen die Verbindung mit dem Leben des Einzelnen ganz besonders deutlich. Am Lebensende wird dann sogar um das „ewige Licht“ gebetet.
Auch bei der Verkündigung (Martyria) spielt das Licht eine große Rolle: Das Licht des Glaubens soll die Welt heller und froher machen durch das Evangelium, die Frohe Botschaft. Ebenso ist die Diakonie (Bruderdienst, geschwisterlicher Dienst), zu der mitunter auch die Koinonia (Gemeinschaft) gezählt wird, eng mit dem Motiv des Lichtes verbunden, denn viele Menschen leben auf der Schattenseite, im Dunkel, sei es wegen Krankheit, des Todes eines geliebten Menschen, zerbrochener Familienstrukturen oder Armut bei uns in den Gemeinden oder auch in Ländern, wo Krieg, Terror und Hunger herrschen. Hier ist die christliche Gemeinschaft gerufen ein Licht der Hoffnung anzuzünden durch Wort und Tat.
Auch bei der Verkündigung (Martyria) spielt das Licht eine große Rolle: Das Licht des Glaubens soll die Welt heller und froher machen durch das Evangelium, die Frohe Botschaft. Ebenso ist die Diakonie (Bruderdienst, geschwisterlicher Dienst), zu der mitunter auch die Koinonia (Gemeinschaft) gezählt wird, eng mit dem Motiv des Lichtes verbunden, denn viele Menschen leben auf der Schattenseite, im Dunkel, sei es wegen Krankheit, des Todes eines geliebten Menschen, zerbrochener Familienstrukturen oder Armut bei uns in den Gemeinden oder auch in Ländern, wo Krieg, Terror und Hunger herrschen. Hier ist die christliche Gemeinschaft gerufen ein Licht der Hoffnung anzuzünden durch Wort und Tat.
So erschien uns das Motiv des Lichtes als Leitbild hervorragend geeignet. Das gesamte Gemeindeleben wie auch das Leben jedes Einzelnen ist damit verknüpft. Zwei Bibelstellen sind uns dabei besonders richtungsweisend: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12a) und „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14a). Einerseits bezeichnet sich Jesus selber als „das Licht der Welt“, andererseits werden seine Jünger als „das Licht der Welt“ bezeichnet. Jesus Christus ist „das Licht“, wie im Johannes-Prolog (Joh 1,1-14) ausführlich beschrieben wird und wie wir im Großen Glaubensbekenntnis beten: „Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott“. In Fortführung von Joh 8,12a heißt es: „Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Joh 8,12b). Wenn diese Nachfolge in der Pastoral wirklich gelebt wird, dann gilt auch die Fortsetzung von Mt 5,14a, nämlich: „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Mt 15,16). Dies alles versuchten wir kurz und bündig – und deshalb hoffentlich gut einprägsam – zusammenzufassen im Leitbild:
Licht empfangen. Licht sein. Licht weitergeben.
Mit diesem Leitbild werden also biblische Texte aufgegriffen, aber auch deren Auslegung durch die Kirchenväter im 4./5. Jahrhundert, z. B. durch Bischof Ambrosius von Mailand und Bischof Cyrill von Alexandrien. Sie verglichen die Kirche mit dem Mond, der sein Licht von der Sonne, also Christus, empfängt und dieses weitergibt (siehe hierzu z. B. Hugo Rahner, Symbole der Kirche. Die Ekklesiologie der Väter, Salzburg 1964). Die Kirche – also alle Getauften und Gefirmten – werden wie der Mond angestrahlt vom göttlichen Licht und geben dieses weiter. Der Mond strahlt in die dunkle Nacht hinein, je nach Mondphase manchmal heller, manchmal nur schwach, aber er leuchtet immer. Auch das ist ein Bild: Es gab Zeiten, da hatte die christliche Botschaft weit mehr Leuchtkraft als heute – auch in den Gemeinden unserer heutigen Seelsorgeeinheit Südhardt-Rhein. Auch wenn man oft den Eindruck hat, dass dieses Mondlicht immer mehr abnimmt, so soll diese Pastoralkonzeption dazu beitragen, dass es vielmehr wieder etwas zunimmt. Unser Ziel kann jetzt zwar nicht sein, unsere Gemeinden in das Licht einer wolkenlosen Vollmondnacht zu tauchen; und wir werden uns auch nicht allen Menschen in allen Lebensphasen intensiver zuwenden können. Dennoch nehmen wir uns vor, wenigstens punktuell das Licht, welches von Gott kommt, im Leben der Menschen heller aufstrahlen zu lassen. Dies soll dadurch geschehen, dass Zugänge zum Gemeindeleben, welches sich z. B. in Gottesdienst und Katechese zeigt, geebnet werden – vor allem Kindern und Jugendlichen. Es soll aber auch Menschen, die in Nöten leben, also im Dunkel, ein Licht der Hoffnung angezündet werden, wie etwa den Kranken.
Deshalb heißt unser Leitbild: Licht empfangen. Licht sein. Licht weitergeben. Dieses Motiv erscheint uns auch deswegen geeignet, weil es leicht aufgegriffen und damit ins Bewusstsein gerufen werden kann, vor allem da, wo Kerzen brennen: Gottesdienste und Feiern in der Advents- und Weihnachtszeit, Martinszug, Osternacht, Erstkommunion, Hochzeit, Krankenkommunion usw. Auch und gerade bei Gottesdiensten kann sich bei entsprechenden Bibelstellen die Predigt mit diesem Leitbild auseinandersetzen, wie es bei uns schon der Fall war. So ist die Gefahr weniger groß, dass das Leitbild stillschweigend in der Schublade verschwindet. Weil mit dem Lichtmotiv eine konkrete Vorstellung verbunden ist, kann sich das Leitbild bei den Menschen besser einprägen.
Bei allen Aktivitäten sollte immer die Rückbindung an Christus, das Licht der Welt, deutlich werden, dass er als „die Sonne“ im Zentrum steht, und dass alles Licht, das wir weitergeben, von ihm kommt und auf ihn zurückweist.
Wie bereits geschildert, können wir uns nicht allen Menschen in allen Lebensphasen verstärkt zuwenden. Vielmehr wollen wir bestimmten Gruppen besondere Aufmerksamkeit schenken:
- den Schulkindern und Jugendlichen, um bei ihnen das Licht des Glaubens zu entzünden;
- den Erwachsenen, um den bei ihnen oft nur noch „glimmenden Docht“ neu zu entfachen;
- schließlich den Kranken, unter ihnen vor allem alten, aber auch jüngeren Leuten, um ihre Situation aus dem Glauben heraus zu erhellen.
Wir haben uns deshalb vorläufig vier Schwerpunkte gesetzt.
Schwerpunkt 1: Das Kind im Erstkommunionalter
Ist-Situation:
In vielen Familien stellt die Erstkommunion des Kindes den ersten Kontakt zur Kirche seit längerer Zeit dar. Wir sehen die Erstkommunionvorbereitung als Chance, bei Eltern und Kindern den Glauben wieder neu ins Spiel zu bringen, d. h. mit ihnen den Glauben neu zu erleben, zu stärken und/oder zu vertiefen.
In der neuen Seelsorgeeinheit gibt es bis zur Erstkommunion 2017 zwei verschiedene Konzepte der Vorbereitung.
Zielformulierung:
Die Erstkommunionkinder und ihre Familien fühlen sich in der Pfarrei willkommen, werden mit der Feier der Eucharistie vertraut und erfahren Stärkung im Glauben.
Maßnahme(n):
Das Seelsorgeteam erstellt bis zu den Sommerferien 2017 ein Konzept für die gesamte Seelsorgeeinheit und stellt dieses dem Pfarrgemeinderat vor.
Wir merken, dass wir das Ziel erreicht haben, wenn die Vorstellung im PGR erfolgt ist.
Schwerpunkt 2: Jugendliche (5. Klasse bis junge Erwachsene – KJG, Ministranten, Firmanden)
Ist-Situation:
Die Zahl der Jugendlichen, die sich in den Gruppierungen der Seelsorgeeinheit Südhardt-Rhein einbringen bzw. engagieren, hat sich in den letzten Jahren, entsprechend dem Trend der Zeit, deutlich verringert. Als Beispiel sei hier der Rückgang der Ministranten in Bietigheim aufgeführt: Im Jahr 2002 gab es noch 45 Messdiener, im Jahr 2016 sind es nur noch 19.
Für die KjG gilt in den einzelnen Pfarreien Ähnliches. Die Angebote der kirchlichen Gruppierungen befinden sich im „Wettbewerb“ mit vielen anderen Angeboten für Jugendliche, die eher dem „Zeitgeist“ zu entsprechen scheinen.
Für die KjG gilt in den einzelnen Pfarreien Ähnliches. Die Angebote der kirchlichen Gruppierungen befinden sich im „Wettbewerb“ mit vielen anderen Angeboten für Jugendliche, die eher dem „Zeitgeist“ zu entsprechen scheinen.
Zielformulierung:
Gemeinsam mit den noch aktiven Jugendlichen in den je eigenen Orten und Gruppierungen wird überlegt, ob und wie die Angebote vor Ort geändert werden können, um ihre Attraktivität zu erhöhen und somit künftig weitere Mitglieder hinzuzugewinnen.
Maßnahme(n):
- Bestandsanalyse der Jugendgruppen: KjG & Minis in Bietigheim, Ötigheim und Steinmauern; Minis in Elchesheim-Illingen
- Jährliches Treffen der Gruppenleiter jeder Pfarrei mit einem Hauptamtlichen und einem Pfarrgemeinderatsmitglied, beginnend im 4. Quartal 2017.
- Definition bzw. Umsetzung bestehender Angebote zusammen mit den Gruppenleitern, Hauptamtlichen und Pfarrgemeinderatsmitgliedern (aus Bestandsanalyse) bis Ende des
2. Quartals 2018.
Beispiel: Das Café Klecks (= offener Treff der KjG Bietigheim) auch für Jugendliche aus den anderen Gemeinden öffnen, inklusiv der Überlegung, wie ein Fahrdienst organisiert werden kann. - Es gilt eine Methode jugendlicher Informationskultur zu finden, um die Angebote der einzelnen Gruppierungen zu vernetzen, beispielsweise in Form einer WhatsApp-Gruppe.
- Attraktive Angebote können auch über die eigene Seelsorgeeinheit hinausreichen. Gedacht ist beispielsweise an die Veranstaltungen der Jugendkirche VIA in Durmersheim.
Wir merken, dass wir das Ziel erreicht haben, wenn die Umsetzung der Angebote im September 2018 beginnt.
Schwerpunkt 3: Erwachsene
Ist-Situation:
Registrierte Kirchenaustritte und Gottesdienst-Zählungen weisen in der heutigen Zeit die Richtung => es gibt immer weniger kirchlich Interessierte und Gottesdienstteilnehmer. Für aktive Christen gibt es über die Gottesdienste hinaus wenig Angebote zur Glaubensstärkung und zum Austausch.
Zielformulierung:
Dieser Situation wollen wir entgegenwirken, indem
- aktive Mitglieder der Seelsorgeeinheit auf ihrem Weg bestärkt werden;
- bei kirchenfernen Mitmenschen das Interesse für unser kirchliches Gemeindeleben (wie-
der) geweckt werden soll.
der) geweckt werden soll.
Maßnahme(n):
- Analyse der aktuellen Angebote in den vier Pfarreien
Wer: Team aus Mitgliedern des Pfarrgemeinderats und des jeweiligen Gemeindeteams
Wann: denkbarer Zieltermin: bis Oktober 2017 - Die erfolgreichen Konzepte in den jeweiligen Pfarreien sollen in den anderen Pfarreien vorgestellt und bei Anklang übernommen werden (z. B. Kirchencafé Ötigheim).
Wer: Team aus Mitgliedern des Pfarrgemeinderats, des Gemeindeteams und einem Hauptamtlichen
Wann: denkbarer Zieltermin: bis Mitte 2018 - Neue Angebote schaffen => über den Tellerrand unserer Seelsorgeeinheit hinausschauen, neue Konzepte entwickeln und ausprobieren.
Wer: Team aus Mitgliedern des Pfarrgemeinderats, des Gemeindeteams und einem Hauptamtlichen
Wann: denkbarer Zieltermin: bis Ende 2019
Wir merken, dass wir das Ziel erreicht haben, wenn
- die heute funktionierenden Gruppierungen in unserer Seelsorgeeinheit erhalten bleiben und gestärkt werden. Messwerkzeuge: Anzahl der Mitglieder und der Veranstaltungen, Stimmungsbilder innerhalb der Gruppierungen
- wiederkehrend und anhaltend „neue Gesichter“ im Gottesdienst zu sehen sind.
Messwerkzeug: Gottesdienst-Zählungen
- die heute funktionierenden Gruppierungen in unserer Seelsorgeeinheit erhalten bleiben und gestärkt werden. Messwerkzeuge: Anzahl der Mitglieder und der Veranstaltungen, Stimmungsbilder innerhalb der Gruppierungen
- wiederkehrend und anhaltend „neue Gesichter“ im Gottesdienst zu sehen sind.
Messwerkzeug: Gottesdienst-Zählungen
Schwerpunkt 4: Menschen in Krankheit begleiten
Ist-Situation:
Während die anderen pastoralen Felder unserer Konzeption an die Abfolge der Lebensalter angelehnt sind, betrifft dieser Schwerpunkt Menschen jeden Alters, die aufgrund einer Erkrankung am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben nicht mehr teilnehmen können, sowie deren Betreuer. In jeder unserer vier Pfarreien gibt es bereits Menschen, die sich beruflich oder ehrenamtlich kranker Menschen annehmen und auch jene im Blick haben, die sich um sie kümmern. Allerdings ist der Besuch von Menschen, die lange Zeit erkrankt sind, in jeder Pfarrei unterschiedlich organisiert und ausgeprägt.
Zielformulierung:
Mitte 2019 gibt es in jeder Pfarrei einen Kranken-Besuchsdienst, d. h. eine organisierte Gruppierung, die Erkrankte im Blick hat und aktiv wird.
Maßnahme(n):
- Im Frühjahr 2018 nimmt ein Mitglied des Seelsorgeteams Kontakt mit den bisher Tätigen auf. Dieses ist Impulsgeber für den Besuchsdienst und hilft ihn aufzubauen.
- Der Bedarf wird ermittelt.
- Aus der Seelsorgeeinheit werden durch das unter Punkt 1 genannte pastorale Mitglied im Verbund mit den bisher Tätigen ein oder mehrere Ansprechpartner für den Aufbau des Besuchsdienstes für kranke Menschen gewonnen.
- Der Pfarrgemeinderat spricht diesen das Vertrauen aus. Rückhalt bekommen sie im Gemeindeteam.
- Für die Unkosten planen die Ansprechpersonen ein Budget, welches vom Stiftungsrat in den Haushalt aufgenommen wird.
- Weitere Mitarbeitende werden von den Ansprechpartnern gewonnen und - möglichst extern - geschult. Außerdem wird nach Absprache mit den Ansprechpersonen eine Reflexion ihrer Begleitung gewährleistet.
Wir merken, dass wir das Ziel erreicht haben, wenn mindestens eine Ansprechperson gefunden wurde, der Kranken-Besuchsdienst seine Arbeit in den Pfarreien aufgenommen und das Mitglied des Seelsorgeteams die Arbeit am Aufbau beendet hat.
Dieser Maßnahmenplan soll die Grundlage für die Arbeit der künftigen Pfarrgemeinderäte unserer Seelsorgeeinheit bilden. Er wurde gemeinsam mit Mitgliedern unserer Pfarrgemeinden entwickelt, um Handlungsbedarf aufzuzeigen. Wir waren uns bei der Erarbeitung sowohl unserer Möglichkeiten als auch unserer Grenzen bewusst. Deshalb haben wir nur das aufgenommen, was wir für „machbar“ halten. Niemand soll überfordert werden, was jedoch nicht ausschließt, dass auch weitere Punkte oder Ungenanntes mit Leben gefüllt werden. Die Beschäftigung mit den Pastoralen Leitlinien hat zu mancher Erkenntnis über das wünschenswerte beziehungsweise reale Leben in unseren Pfarrgemeinden geführt. Wünsche waren schnell formuliert und angesichts der Umsetzungsmöglichkeiten wieder verworfen worden. Bei der Umsetzung der jetzt formulierten Ziele und Maßnahmen hoffen wir auf ein gutes Gelingen und Gottes Hilfe bei all unserem Tun.
gezeichnet:
Pfarrer Klaus Dörner, Leiter der Seelsorgeeinheit Südhardt-Rhein
Vorstand des Pfarrgemeinderats:
- Daniel Ungerer (Vorsitzender, Elchesheim-Illingen)
- Gabriele Merkel (Stellvertr. Vorsitzende, Bietigheim)
- Hans-Gerd Köhler (Ötigheim)
- Martin Eisenkolb (Steinmauern)
- Daniel Ungerer (Vorsitzender, Elchesheim-Illingen)
- Gabriele Merkel (Stellvertr. Vorsitzende, Bietigheim)
- Hans-Gerd Köhler (Ötigheim)
- Martin Eisenkolb (Steinmauern)
