Katholischer Kirchenchor in Bietigheim gibt Konzert in Rom
Ein eindrucksvolles Erlebnis war für die Mitglieder des Kirchenchors und ihre Angehörigen vor Ostern ein Aufenthalt in der Ewigen Stadt. Hauptziel war ein Passionskonzert in der wunderschönen alten Kirche St. Jgnazio. Den Plakaten nach, die am Eingangsportal für die kommenden Wochen und Monate geistliche Musikveranstaltungen ankündigten, ist es offensichtlich das Gotteshaus für sacrale Konzerte.
Intensive Probenarbeit ging der Romfahrt voraus. Dirigent und Chormitglieder waren gleichermaßen vom, Ehrgeiz gepackt, ihr Bestes zu geben. Sätze von Schubert, Bruckner, Mozart, Schweizer, Lotti, Victoria, Dealebardos etc. standen auf dem Programm.
Voller Vorfreude und Spannung stiegen die über 70 Teilnehmeram Freitagabend in Karlsruhe in den Zug. Die Ankunft in Romam Samstagmittag brachte gleich eine wenig schöne Nachricht: die Fahrer der Privatbusse in Rom streiken. Das hieß im Klartext: statt der geplanten Rundfahrten werden die Besichtigungen zu Fuß gemacht. Was zuerst nicht so gut aussah, erwies sich hinterher aber als positiv. Dadurch, daß Rom „erlaufen" werden mußte, bekam die Gruppe viel mehr von den Sehenswürdigkeiten und Kostbarkeiten dieser einmaligen Stadt mit. Rom ist einfach überwältigend. Besonders beachtenswert war dabei, daß die Kinder und drei Damen mit akuten Gehbeschwerden tapfer und ohne zu murren mithielten.
Voller Vorfreude und Spannung stiegen die über 70 Teilnehmeram Freitagabend in Karlsruhe in den Zug. Die Ankunft in Romam Samstagmittag brachte gleich eine wenig schöne Nachricht: die Fahrer der Privatbusse in Rom streiken. Das hieß im Klartext: statt der geplanten Rundfahrten werden die Besichtigungen zu Fuß gemacht. Was zuerst nicht so gut aussah, erwies sich hinterher aber als positiv. Dadurch, daß Rom „erlaufen" werden mußte, bekam die Gruppe viel mehr von den Sehenswürdigkeiten und Kostbarkeiten dieser einmaligen Stadt mit. Rom ist einfach überwältigend. Besonders beachtenswert war dabei, daß die Kinder und drei Damen mit akuten Gehbeschwerden tapfer und ohne zu murren mithielten.
Der Palmsonntag begann mit der Papstmesse auf dem Petersplatz, gemeinsam gefeiert mit über 100000 Gläubigen und strahlendem Sonnenschein. Sicher für alle Beteiligten ein drucksvolles Erlebnis. Nachmittags sang der Chor einige Stücke im Rahmen einer Messe im Petersdom, bei der auch der Bietigheimer Pfarrer Sum mitwirkte. Und am Abend dann der Höhepunkt der Reise: das Konzert in St. Ignazio, in unmittelbarer Nähe des Pantheon gelegen. Erste Hochspannung: Kommen Besucher? Die große Kirche war voll aufatmen! War der Dirigent, Herr Peter Laskowski, bei der Generalprobe noch ziemlich unzufrieden mit dem Chor, so bewahrheitete sich mal wieder eine alte Regel: Hauptprobe daneben - Aufführung ein voller Erfolg! So auch an diesem Abend. Vor äußerst aufmerksamem Publikum waren die Sängerinnen und Sänger voll konzentriert. Die vielen Proben hatten sich gelohnt - der Chor verschmolz zu einer homogenen Einheit.
Eine junge Studentin für Italienisch, Patricia Schefczyk, die mit dabei war, sprach sehr einfühlsam die erklärenden und verbindenden Worte zwischen den einzelnen Liedvorträgen. Nach dem letzten ausklingenden Liedlaut - atemlose Stille - dann begeisterter, anhaltender Applaus. Ein strahlendes Lächeln und glückliches: „Bellissima, Bellissima," des Dirigenten belohnte den Chor. Die Ovationen hörten nicht auf, so daß der Chor noch eine Zugabe singen mußte. Müde, aber glücklich und zufrieden saß man abends im Hotel „Foncuberta" noch lange zusammen. - Zwei Tage waren nun voll den Sehenswürdigkeiten dieser wundervollen Stadt gewidmet. Am Mittwoch, dem Abreisetag, dann vormittags die mit Spannung erwartete Papstaudienz in der neuerbauten 9000 Menschen fassenden Audienzhalle. Der Katholische Kirchenchor Bietigheim wurde namentlich begrüßt und bedankte sich mit dem „Badischen Sängergruß". Im Anschluß an die fast 3-stündige Audienz ging der Heilige Vater noch durch die Halle, um möglichst viele Anwesende zu begrüßen und zu segnen. Es herrschte ein unglaubliches Gedränge, weil jeder möglichst eine persönliche Geste erleben wollte. Die Begeisterung und zum Teil temperamentvolle und stürmische Freude der 9000 Besucher fasste die zehnjährige Nicole aus Bietigheim treffend zusammen. Nach einem herzlichen Händedruck des Papstes drehte sie sich zu ihrer weiter hinten stehenden Mutter um und rief strahlend und überglücklich: „Mama, er hat mi angelangt!".
Die Rückfahrt in der Nacht verlief in glänzender Stimmung. Das gemeinsam Erlebte verband. Daß die Organisation von seiten des Chores so perfekt lief, war vor allem der Vorsitzenden, Frau Anneliese Graf, zu verdanken. Sie hatte die ganze, mühselige Vorarbeit geleistet und war während der Reise pausenlos im Einsatz, um Pannen, die durch den Streik und das Reisebüro passierten, auf ein Minimum zu begrenzen.
Fazit der Reise bei den Teilnehmern: Hoffentlich bald wieder eine Konzertreise des Kirchenchors.


