Ungarn 2001
Chorreise nach Budapest
DiediesjährigeChorreise ging nach Budapest, in die bezaubernde Hauptstadt Ungarns. Die durch die Donau zweigeteilte Stadt gehört zu den sehr "alten" Städten. Archäologische Funde belegen, dass bereits im 2. Jahrtausend v.Ch. beidseits des Flusses- also sowohl in Buda wie auch in Pest- Siedlungen bestanden. Das eigentliche Aufblühen der Stadt begann mit der Römerzeit in den ersten 400 Jahren nach Chr.. Budapest hat eine sehr bewegte Zeit hinter sich mit Überfällen und Belagerungen durch die unterschiedlichsten Volksstämme. Erst mit der Christianisierung und der Staatsgründung durch König Stephan I. vor 1000 Jahren wird Ungarn ein selbständiger Staat. Eine schwere Zeit war dann im 16. und 17. Jahrhundert die türkische Herrschaft über 150 Jahre, die natürlich dem Land und der Stadt Budapest ihren Stempel aufprägte und dadurch auch zum Teil den heutigen Reiz der Stadt mit ausmacht. Es gibt übrigens keine Großstadt der Welt, die so auf Höhlen und Thermen gebaut ist wie Budapest. Diese warmen Quellen versorgen die 200 Thermalbäder der Stadt mit ihrem heilbringenden Wasser.
Am Sonntag, unserem ersten Aufenthaltstag, ging es gleich in der Frühe- mit der Chormappe unter dem Arm- mit dem Bus zum Donauknie in die alte Königsstadt-und bis ins 13. Jahrhundert Landeshauptstadt- Esztergom. Dort haben wir die heilige Messe gesanglich mitgestaltet. Der Kuppelbau der klassizistischen Bauwerks erhebt sich weit sichtbar oben auf dem Burgberg. Die kostbaren goldenen Sanktuarien gehören zu den wertvollsten Schätzen Ungarns und sind weit über l000 Jahre alt. Am Abend danneine herrliche Lichterfahrt durch Budapest.
Montags ging es dann zu Ungarns -neben Budapest-größter Touristenattraktion, dem Balaton (Plattensee) Mitteleuropas größter See. Eine Schifffahrt und ein Besuch der Benediktinerabtei auf der Halbinsel Tihany mit einem zwar kleinen, aber äußerst interessanten Museum rundete den Tag ab.
Der letzte Tag unseres Aufenthalts war Budapest selbst gewidmet. Eine ausführliche Stadtführung mit dem Bus brachte uns die vielen Sehenswürdigkeiten, historischen Gegebenheiten, Brücken und geschichtsträchtigen Stellen näher. Dabei erfuhren wir auch noch viel über die augenblickliche Situationdes Landes und über seine Infrastruktur. Die wiedererlangte Freiheit und die Abnabelung vom Sozialismus hat dabei auch ihren Preis. Es stimmt schon sehr nachdenklich, dass Ungarn die höchste Selbstmordrate der Welt hat. Der Nachmittag blieb einem Stadtbummel mit Einkaufsmöglichkeiten vorbehalten und am Mittwoch früh erwartete uns der Bus zur Heimreise.
War die lange Busreise als solche auch anstrengend -das Ziel war äußerst lohnend und macht Lust, mehrvon den Reizen und Besonderheiten Ungarns zu erfahren.
